Aktionen/Initiativen bundesweit – regional

Großenteils erkannt: Wir brauchen die Natur, zum (Über)-Leben 

Bundesweit engagieren sich immer mehr Menschen zum Erhalt der Natur. Protestaktionen, Volksbegehren, Volksinitiativen, Bürgeraktionen nehmen zu. Patenschaften für Naturflächen und Bäume, Balkongärtnern, Naturnahe Gärten sind im Kommen.

Die großen Naturschutzvereinigungen und Protest-Organisationen sind bekannt, z.B. BUND, Campact, Deutscher Naturschutzring, Deutsche Umwelthilfe, Ende Gelände, Greenpeace, Fridays for Future, ROBIN WOOD, NABU, WWF Deutschland. Die „Deutsche Umwelthilfe e.V.„, 1975 gegründet, setzt sich beispielsweise für den Erhalt der natürlichen Lebensgrundlagen der Menschen ein. Durch Klagen im Zusammenhang mit der Luftverunreinigung („Dieselskandal“), haben sie Städte zum Handeln gezwungen. Eine der großen Protestbewegungen ist „Ende Gelände“ mit europa- und bundesweit aufgestellten Arbeitsgruppen. Sie setzen sich u.a. für den Atom- und Kohleausstieg (Hambacher Forst) ein.

Neben den großen bekannten Organisationen, gibt es viele regionale, kleine, eher unbekannte, Bürgerinitiativen (BI) und Bündnisse, die vor Ort viel bewirken. Hinzukommen Bundesinitiativen, die bundesweit vernetzt sind, z.B. BBWIS, Bundesbündnis Bodenschutz oder wenn sie als Verein oder Verband agieren, aus einem Bundesverband und verschiedenen Landesverbänden bestehen, z.B. AbL, (s.u.).

Darum geht es: „Kleinere“ BI’s und Initiativen zusammen bringen, über ihre Aktivitäten und Erfolge berichten. Wissen wir voneinander, können wir einander helfen!

Je mehr Initiativen sich im NBN zusammentun, desto stärker werden unsere Stimmen und umso mehr werden wir erreichen. NBN ist keine Initiative, die in Konkurrenz zu den großen genannten Organisationen steht. Ganz im Gegenteil. Wir raten den BI’s in einer dieser Organisationen Mitglied zu werden, z.B. als BI selbst oder als Einzelperson (also als Mitglieder einer BI). Hier erhält man fachkompetente Informationen, Unterstützung bei Aktionen und in Rechtsfragen.

Derzeit sind unter NBN Kontaktdaten und Informationen von mehr als 60 Initiativen aufgeführt, die sich für den Erhalt der Natur in vielfältiger Weise einsetzten (Stand: Juli 2020). Außerdem stellen wir auf dieser Seite große, in den Bundesländern initiierten Aktionen vor und Erfolge regionaler BI’s, soweit wir davon Kenntnis erhalten.

 

 Initiativen bundesweit agierend

 

BI’s und Initiativen nach Bundesländern

 

Baden-Württemberg


Volksbegehren Artenschutz – Nachdem die Mobilisierung für das Volksbegehren seit dem 15. Oktober ruhte, bot die Landesregierung im Dezember 2019 einen Dialog an. Der Trägerkreis hat einstimmig beschlossen, den von Umweltminister Franz Untersteller und Landwirtschaftsminister Peter Hauk präsentierten Gesetzentwurf für mehr Artenschutz als Alternative zum ursprünglich gestarteten Volksbegehren zu akzeptieren. „Wir wollten von Beginn an nicht nur ein Signal für mehr Artenschutz und damit eine lebenswerte Zukunft für unsere Kinder setzen, sondern auch konkrete Ziele gegen das Artensterben erreichen. Dieses Signal und einige Ziele der Zivilgesellschaft haben die Landesregierung und die Bauernverbände nun aufgenommen. Trotzdem heißt es für alle dranbleiben an der Rettung der Bienen“, sagt Volksbegehrens-Initiator und proBiene-Geschäftsführer Tobias Miltenberger.

 

Bayern


Münchner Bürgerbegehren – Grünflächen-erhalten.de

Das Bürgerbegehren startete zum Jahreswechsel 2016/2017. Es ging aus der BI „Rettet die Unnützwiese“ hervor (s.u.). Bürgerbegehren sind in der Gemeindeordnung geregelt. https://www.gesetze-bayern.de/Content/Document/BayGO-18a?AspxAutoDetectCookieSupport=1

In München muss ein Bürgerbegehren von mindestens 3 v.H. der Gemeindebürger unterschrieben sein. Gemeindebürger sind die Gemeindeangehörigen, die in ihrer Gemeinde das Recht besitzen, an den Gemeindewahlen teilzunehmen. Somit also nur die wahlberechtigten Bürger. https://www.gesetze-bayern.de/Content/Document/BayGO-15?hl=true

Die Initiatoren rechnen, dass knapp 34.000 gültige Unterschriften vorgelegt werden müssen. Die zuständige Behörde (in München das KVR) wird etwa 20-25% der Unterschriften streichen (unleserlich, gestorben, weggezogen, ungültig). Deshalb ist es sinnvoll immer mehr als die geforderten Unterschriften abzugeben. Grünflächen-erhalten möchte mindestens 40.000 Unterschriften abgeben. Unterschriften müssen auf Papier und können über einen unbegrenzten Zeitraum gesammelt werden. Sie müssen zum Zeitpunkt der Abgabe gültig sein. Die zuständige Behörde prüft sehr genau, jede Zeile. Facebook: (2) Bürgerbegehren „Grünflächen-erhalten.de“ | Facebook Kontakt: Stefan Hofmeir, info@gruenflaechen-erhalten.de

 
Volksbegehren Artenvielfalt „Rettet die Bienen“ – Erfolg  

Innerhalb von 14 Tagen, vom 31. Januar bis 13. Februar 2019, mussten sich zehn Prozent der Wahlberechtigten in den Rathäusern dafür eintragen, rund 1 Mio. Bürger. 1,8 Mio. Bürger haben unterschrieben. Der Landtag verabschiedete das Volksbegehren samt Begleitgesetz und Maßnahmenpaket. Seit dem 1. August 2019 hat Bayern ein besseres Naturschutzgesetz. Die Initiatoren waren: ÖDP Bayern, Landesbund für Vogelschutz (LBV), Bündnis 90/DIE GRÜNEN Bayern, Gregor Louisoder Stiftung Agnes Becker, Dr. Norbert Schäffer, Ludwig Hartmann, Claus Obermeier. Zu den Bündnispartnern zählten: https://volksbegehren-artenvielfalt.de/buendnis-partner/

 

 

Berlin


 

Brandenburg


Volksinitiative Artenvielfalt retten – läuft. 20.000 Unterschriften sind notwendig!  http://innoforum-brandenburg.de/gestartet-brandenburger-volksinitiative-artenvielfalt-retten-zukunft-sichern 63.547 Unterschriften wurden in acht Monaten erreicht und übergeben! Der Hauptausschuss des Landtags erklärte daraufhin die Volksinitiative für unzulässig. Die Vertreterinnen und Vertreter der Volksinitiative sind vor das Landesverfassungsgericht gezogen, um den Beschluss anzufechten. Mehr: Pressemitteilung vom 6.04.2020

Initiiert hat die Aktion „ProBiene“, unterstützt von über 100 Verbänden, Unternehmen, Initiativen
https://volksbegehren-artenschutz.de/unterstuetzer
Ansprechpartner: Sven Prange | Koordinator | Tel. 0711 40 79 92 31 | E-Mail: sven.prange@probiene.de

 

Bremen


 

Hamburg


 

Hessen


Hessenweiter Aktionstag zum Bodenschutz am 8.8.2020

 

Mecklenburg-Vorpommern


 

Niedersachsen


 

Nordrhein-Westfalen


23. Juli 2020  StartVolksinitiative Artenschutz unter dem Motto „Insekten retten – Artenschwund stoppen“. 66.000 Unterschriften sind notwendig. Die drei großen NRW-Naturschutzverbände Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), Landesgemeinschaft Naturschutz und Umwelt (LNU) und Naturschutzbund Deutschland (NABU) haben die landesweite Volksinitiative initiiert. Artikel

Mindestens 0,5 Prozent der Stimmberechtigten (ab 18 Jahren) in NRW müssen unterschreiben, damit die Forderungen der Volksinitiative zum Thema im Landtag wird. Gültig sind nur manuelle Unterschriften auf dem offiziellen Unterschriftenbogen. Das Stimmrecht aller Unterzeichnenden müssen sich die Initiatoren der Volksinitiative von der jeweiligen Gemeinde der Hauptwohnung bestätigen lassen. Am 28.01.2020 wurde die Volksinitiative Artenschutz, angekündigt, Pressemeldung. Aktuelles unter: https://nrw.nabu.de/news/2020/28418.html

Ansprechpartner:
BUND NRW: Holger Sticht, Vorsitzender, T. 0152 / 34 28 95 94, E-Mail: holger.sticht@bund.net
LNU NRW: Mark vom Hofe, Vorsitzender, T 02204 / 810 878, E-Mail: vom_hofe@t-online.de
NABU NRW: Dr. Heide Naderer, Vorsitzende, T.0173 68 722 50, E-Mail: Heide.Naderer@NABU-NRW.de

 

 

Rheinland-Pfalz


 

Saarland


 

Sachsen


Anerkannte Naturschutzvereinigungen in Sachsen; Zusammenschluss von acht Vereinigungen; Mitglieder sind u.a. BUND, NABU, Grüne Liga Sachsen e.V. und Naturschutzverband Sachsen (NaSa) e.V., Prinzip: Flächenkauf – Natürliche Sukzession. Vorsitzender: Tobias Mehnert. Adresse: Gahlenzer Straße 2, D-09569 Oederan, E-Mail: post@naturschutzverband-sachsen.de; Übersicht der Vereinigungen als PDF  (Stand Juli 2019)

 

Sachsen-Anhalt


Die Fraktion der Grünen hat eine Liste mit Bürgerinitiativen erstellt. Neun BI sind genannt. Einige setzen sich gegen Massentierhaltung ein. https://gruene-fraktion-lsa.de/fileadmin/images/dokumente/buergerinitiativen_homepage.pdf

 

Schleswig Holstein


Volksbegehren zum Schutz des Wassersläuft.

Vom 27.10.2019 bis 2.03.2020 sind 80.000 Unterschriften notwendig. Am 26. Juni sollte der Abstimmungsausschuss zusammentreten. Er wird verkünden, ob die erforderlichen 80.000 Unterschriften zur Aufdeckung von Gefahren erreicht wurden.
2018 hatte die Volksinitiative bereits 42.000 Unterschriften gesammelt, die die Regierung weitgehend ignorierte. Es geht um 98 bekannt gewordene Schadensfälle durch Erdölförderung, bei denen Boden, Wasser und Umwelt geschädigt wurden, um den beabsichtigten Einsatz der Fracking-Methode und mehr Transparenz zu den Vorhaben der Landesregierung. https://vi-wasser.de/ Initiatoren und Unterstützer: https://vi-wasser.de/?page=beteiligte#initiatoren.

 

 

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