Willkommen bei NBN

NBN – bringt Menschen zusammen

Das bundesweite Netzwerk für Baum- und Naturschutz (NBN) entsteht, weil unsere Natur geschädigt und unwiederbringlich verändert wird, mit negativen Auswirkungen, auch auf das menschliche Dasein. 

Die NBN Internetplattform dient als Information- und Ideen-Pool für Initiativen, Organisationen, Vereinen und Einzelpersonen, die sich im Bereich vom Baum-, Wald- und Naturschutz engagieren. Die Initiativen sind nach Bundesländern geordnete. Damit wird eine überregionale Vernetzung und Zusammenarbeit möglich. Sie ist notwendig, um in Deutschland den Focus verstärkt auf den Erhalt der Natur zu lenken.

Effektiv zusammenarbeiten

Je mehr Menschen aktiv werden, desto effektiver können Veränderungen zum Schutz der Natur vorangetrieben werden. Ein positives  Beispiel ist das Volksbegehren „Rettet die Bienen“ in Bayern. Ohne einen fachübergreifenden Zusammenschluss, die gegenseitige Unterstützung und Zusammenarbeit verschiedener Organisationen wäre der Erfolg nicht möglich gewesen. Was in Bayern gelang, sollte auch in anderen Bundesländern möglich werden. Deshalb ist es wichtig voneinander zu wissen, um in Kontakt treten zu können.

Dabei sein, ist der erste Schritt

Jede Initiative kann sich dem NBN kostenlos anschließen. Notwendige Angaben sind: der Name der Organisation, die Angabe des Bundeslandes in dem die Organisation aktiv ist, eine Website- und oder Facebook-Seite, eine Mail-Adresse, um die Kontaktaufnahme zu ermöglichen. Melden Sie sich. Alle, die sich zum Schutz unserer Natur und Umwelt einsetzen, sind willkommen. 

Kontakt aufnehmen

Viele sind schon aktiv und es werden immer mehr, da der Klimawandel, die Umweltverschmutzung und das Artensterben unübersehbar sind. Nehmen Sie Kontakt auf: info@n-bn.eu

Wer für den Waldschutz eine Anlaufstelle sucht, kann sich gerne auch an die BundesBürgerInitiative WaldSchutz (BBIWS) wenden: https://www.bundesbuergerinitiative-waldschutz.de

Waldschäden bitte unter Waldreport melden. Waldreport zeigt Missstände auf. Durch Ihre Meldungen werden Waldzerstörung beweisbar und Naturfreunde können sich miteinander vernetzen.  

 


 

Ohne Boden – bodenlos

Ohne Erd-Boden, Äcker, Weiden, Wiesen und eben auch Wälder ist die Menschheit nicht lebensfähig. Trotzdem betoniert Deutschland JEDEN TAG ca. 60 Hektar (mehr als 70 Fussballfelder) meist fruchtbarste Böden (wie z.B. in Belle bei Horn-Bad Meinberg für ein Logistikzentrum). Böden sind u.A. unsere Trinkwasserspeicher und Produzenten unserer Nahrung. Ihre Zerstörung ist meist irreversibel. Ein fataler Prozess in einer Welt mit zunehmender Bevökerung.

Zu der Wichtigkeit von Böden hat das Umweltbundesamt eine Denkschrift herausgegeben.

Ohne Boden – bodenlos

Denkschrift 02-11-15a.qxd (umweltbundesamt.de)

 


 

Wichtiges Datum 4.05.2022

Erdüberlastung. Ab diesem Datum lebt Deutschland auf Pump, weil es im Jahr 2022 bereits jetzt seine ökologischen Ressourcen aufgebraucht hat. Die Tagesschau berichtet: Mehr


 

Kurzübersicht:  Klagen/Urteile

2022

7.07.2022 Leipzig. Erfolg Der BUND hatte Klage gegen den Ersten Bauabschnitt der A20 eingelegt und damit gegen veraltete, überholte  verkehrspolitische Straßenneubau­-Pla­nungen. Das Bundesverwaltungsgericht stoppte den Bau aufgrund von Planungsfehlern. Mehr

1.2.2222 Karlsruhe. Im September 2021hatte die Deutsche Umwelthilfe in drei Bundesländern Verfassungsbeschwerden angestrengt, um schärfere Regeln für den Klimaschutz durchzusetzen. Sie wollen die Landesregierungen zu mehr Klimaschutz verpflichten. Das Bundesverfassungsgericht entschied am 1.02. die  Verfassungsbeschwerden zu den Länder-Klimaschutzgesetzen nicht anzunehmen. Das Verfassungsgericht klärte jedoch Sachverhalte zum Klimaschutz bezüglich des Verhältnis zwischen Bund und Ländern. In seiner Entscheidung zu den Verfassungsbeschwerden steht demnach die Bundesregierung in der Pflicht, Aufgaben für Bund und Länder im Bundes-Klimaschutzgesetz konkret zu regeln. Das Bundesverfassungsgericht bestätigte zudem, dass auch die Länder zum Klimaschutz verpflichtet sind.  Artikel

27.01.2022 Karlsruhe. Das im Jahr 2021 aufgrund einer Klage geänderte Klimaschutzgesetz ist nicht scharf genug. Neun junge Menschen, unterstützt von der Deutschen Umwelthilfe, reichten am 26.01.2022 erneut eine Beschwerde beim Bundesverfassungsgericht ein. Die 162 Seiten umfassende Begründung erklärt u.a., dass die Verschärfung des Klimagesetzes nicht weitreichend genug ist, da sich die Emissionen nur um 6,5% bis 2030 vermindern würden. Die gesamte Sachlage habe sich durch den neuen Teilbericht des Weltklimarates (IPCC) geändert: Der Klimawandel werde schneller und folgenschwerer als bisher angenommen. Der 49-jährige Jurist Remo Klinger aus Berlin hat die Beschwerde eingereicht und hofft auf ein Urteil Anfang 2023.

 

2021

13.11.2021 Erfolg Bayer muss Schüler, Eltern und Mitarbeiter einer Schule in Seattle wegen Gesundheitsschäden, die wohlmöglich durch PCB verursacht sind, eine Summe von 62 Millionen Dollar (54 Mio. Euro) als Schadensersatz bezahlen. Mehr

22.08.2021 Vor zwölf Jahren, am 3. September 2009, erklärte das Oberverwaltungsgericht Münster den Bebauungsplan der Stadt Datteln für das neue Steinkohlekraftwerk für unwirksam. Damit gab  das OVG der Klage eines Ehepaares aus Waltrop statt, welches jahrelang versuchte den Bau des Energiegiganten an diesem Standort zu stoppen. Eine Entscheidung mit Folgen. Das OVG beschäftigt sich erneut mit dem Meiler Datteln 4, der inzwischen Strom liefert. Am Donnerstag  den 26.8.2021 verhandelt das Gericht über Klagen der Nachbarstadt Waltrop, der Umweltschutzorganisation BUND sowie von vier Privatpersonen gegen den neuen Bebauungsplan. Das Urteil wird mit Spannung erwartet.

26.05.2021 Erfolg Bezirksgericht Den Haag – verpflichtet Shell zu Klimaschutz. Mehr 

29.04.2021 Erfolg Einzelpersonen, Klimaaktivisten, Fridays for Future, Deutsche Umwelthilfe, Greenpeace, Germanwatch, BUND zogen vor das Bundesverfassungsgericht: Deutschlands Klimaschutzgesetz ist unzureichend. Das Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe verpflichtete die Bundesregierung, den Übergang zur Klimaneutralität auch nach 2030 zu regeln. Mehr

4.01.2021 Wuppertal. Ein fünf Hektar großes Waldstück „Osterholz“ mit  rund 1.500 bis zu 130 Jahre alten Bäume, soll für eine Abraumhalde der Kalkwerke Oetelshofen gerodet werden.  Am 30.12.2021 teilte das Oberverwaltungsgericht (OVG) Münster mit, dass die Rodung zulässig ist. Nun soll Beschwerde beim Bundesverfassungsgericht eingelegt werden. Mehr


 

Neuigkeiten der Initiativen

Bürgerbegehren, Volksinitiativen etc. orange; Erfolge sind in grün gekennzeichnet

 

Verein Nationalpark Steigerwald

26. Juni 2022 – Großer Nationalpark-Tag in Bamberg: Der BN lädt Wald- und Naturfreunde aus ganz Bayern und Franken am Sonntag, , zum Nationalpark-Tag. Geboten von 11.00 bis 17.00 Uhr ein buntes Programm und Festvortrag von Hubert Weiger. Vormittags bietet der BN ein Exkursionsprogramm in das Nationalparksuchgebiet im Steigerwald an. Details

 

Bundesbürgerinitiative Waldschutz (BBIWS)

13.06.2022 Ein Forderungskatalog zur Rettung unseres Walderbes und ein Eckpunktepapier „Beschleunigung des naturverträglichen Ausbaus der Windenergie an Land“ der Ampelkoalition, verfasst von 19 Wissenschaftlern, die deutliche Worte finden. Dr. Andreas H. Segerer schreibt: “ Die aktuell antizipierten umweltpolitischen Weichenstellungen gehen zu Lasten künftiger Generationen.“ Mehr

 

BUND Lemgo

13.06.2022 30 kostenlose Wanderbücher zum Thema Klimawandel und seine Folgen. „Countdown – Unsere Zeit läuft ab – was wir der Klimakatastrophe noch entgegensetzen können“  von Prof. Dr. Mojib Latif, Ozeanzirkulation und Klimadynamik, Maritime Meteorologie. Mehr

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Baumschutzgruppe Düsseldorf

5.05.2022 Die Gruppe wendet sich mit einem offenen Brief an Frau Bundesministerin Klara Geywitz und Frau Ministerin des Landes NRW Ina Scharrenbach. Sie fordert, dass der Erhalt von Großbäumen zukünftig vorrangig und als unerlässliche Voraussetzung bei der Vergabe von Baurecht bewertet wird. Mit einer Petition will die Baumschutzgruppe Stadtbäume am Düsseldorfer Hauptbahnhof retten. 

 

Baumschutzgruppe Vest

5.05.2022 Was Einzelne tun (können). Klimaaktivist protestiert in Marl gegen den Landverbrauch. Den Besuch von NRW- Wohnungsbau- Ministerin Ina Scharrenbach bei der Präsentation der Essener FAKT Immobilien AG für das geplante Neubaugebiet „Breewiesen“ nutzte Christian Thieme zum Protest. Der Lokalkompass berichtet: Mehr

 

3.03.2022 Ukraine-Krieg 8. Tag – Friedensdemonstrationen überall im Land, weltweit. Viele Organisationen sprechen sich gegen den Krieg zwischen Russland und der Ukraine aus. Sie verurteilen das Vorgehen von Präsident Putin in die Ukraine einzumarschieren und fordern ihn auf den Krieg sofort zu stoppen. Fridays for future hat heute zu Demonstrationen, auf der ganzen Welt aufgerufen. Mehr

FFF-Friedensdemonstration in München, Odeonsplatz, 3.03.2022, 17:00 Uhr

 

19.01.2022 Unterschreiben und Verbreiten. In NRW, Kreis Lippe soll die B239n neu ausgebaut werden. Die geplante Trasse führt durch Flusstäler, Hochwasserschutzgebiete, zerschneidet landwirtschaftliche Flächen. Sie versiegelt 52 ha Land und beansprucht weitere 94 ha von Vorrangflächen des Landschaftsschutzes. Der Plan der Streckenführung stammt aus dem Jahr 1967, soll knapp 100 Mio. EUR kostet, damit Autofahrer 62 Sekunden schneller von Herford nach Lage kommen. Seit Jahrzehnten rührt sich Widerstand dagegen. Nun hat Christian Genrich eine Petition gestartet: Stopp des Baus der B239n – Online-Petition (openpetition.de)

 

  • Bürgerentscheide 

26.09.2021 Bürgerinitiativen in Rheinland-Pfalz initiieren Bürgerentscheide und schützen Ackerland vor Versieglung. In den Gemeinden Wilhelmsfeld und Bobenheim-Roxheim, erfolgte am Wahltag den 26.09.2021 auch die Abstimmung zu Bürgerbegehren. In beiden Kommunen war es ein klarer Sieg für den Erhalt von Natur und Boden.

  • 1)  BI „Lebenswertes Bobenheim-Roxheim“ Erfolg

28.09.2021 Die BI kippt mit einem Bürgerentscheid ein geplantes Neubaugebiet und erhält somit wertvollen Ackerboden. Bürgerentscheid am 26.09.2021, Ergebnis im Detail: https://www.rlp-wahlen.de/M50/buergerentscheid/

  • 2)  BI Schriesheimer Hof  Erfolg

27.09.2021 Die BI in Wilhelmsfeld sorgt per Bürgerentscheid für die Aufhebung des Aufstellungsbeschlusses eines Bebauungsplans durch den das Gebiet zu einem allgemeinen Gewerbegebiet umgewidmet werden sollte. Mehr  

 

  • Kreis Lippe, Berlebeck – Neue Initiative „Naturfreunde Teuto“

26.09.2021 In NRW, im Kreis Lippe sollen auf dem Kamm des Teutoburger Waldes 13 Windkrafträder gebaut werden. Dagegen regt sich Widerstand. Kontakt: www.naturfreunde-teuto.de  Mehr  

 

  • Fridays For Future Altkreis Halle

25.09.2021 Der STORCK-Konzern (Süßwaren) plant in Halle Westfalen (Kreis Gütersloh) 7 Hektar gesunden Mischwald zu roden, um sein Werk zu erweitern. Von Seiten der Politik wurde der Bebauungsplan Nr. 80 „Östliche Erweiterung Firma Storck, Paulinenweg, Theenhausener Straße (L782), A33 genehmigt. In dem Steinhausener Wald „Steini“ leben 45 Vogelarten, sechs geschützte (Eisvogel, Grünspecht, Mäusebussard, Sperber, Teichhuhn, Waldkauz). 38 dieser Arten sind Brutvögel. Ihnen würde durch die Bebauung ihr Lebensraum genommen, der auch für die Menschen ein wichtiges Erholungsgebiet ist. Die Petition will die Rodung verhindern und ruft dazu auf, STORCK-Produkte zu boykottieren, sollte der Konzern den “Steini” abholzen. Kontakt: altkreishalle@fridaysforfuture.de; Altkreis Halle (Westfalen) | Fridays for Future  

 

  • Netzwerk Baum- und Naturschutz (NBN)

3.08.2021 In eigener Sache, unsere jüngste Unterstützerin, Fiona. Sie schaut etwas unwirsch in die Gegend. Macht Sie sich jetzt schon Gedanken um ihre Zukunft? Na, hoffentlich nicht. NBN bringt Menschen zusammen, damit ihre Zukunft gut wird. 

Fiona – Foto: ch, August 2021

 

 

  • NRW „Volksinitiative Artenschutz“ 

1.07.2021 Das Motto „Insekten retten – Artenschwund stoppen“ hat gezogen. Über 115.000 Unterschriften unterstützen die Volksinitiative, initiiert von: Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), Landesgemeinschaft Naturschutz und Umwelt (LNU) und Naturschutzbund Deutschland (NABU). NBN war bei der Unterschriftenübergabe im Landtag dabei. Artikel

Am 24. November 2021 hat eine Landtagsmehrheit aus CDU und FDP gegen die Stimmen von SPD und Bündnis 90/Die Grünen die ‚Volksinitiative Artenvielfalt NRW‘ abgelehnt. Für BUND, LNU und NABU ist das ein naturschutzpolitisches Armutszeugnis. Pressemeldung

Vor dem Landtag in Düsseldorf, von li. nach re.:  Dr. Heike Naderer (Vorsitzende NABU NRW), Christian Thieme (NBN), Holger Stich (Landesvorsitzender BUND)

 

  • Aktion BAUMWÄCHTER

Für die Rheinradschnellroute“ sollen entlang der Strecke 44 Bäume gefällt werden. Eine Petition, gestartet Ende April 2021, wendet sich an die Oberbürgermeisterin Katja Dörner, um die Fällungen zu verhindern. Bitte unterschreiben. 

 

  • WiduLand e.V.

Abrocken für einen naturverträglichen Ausbau einer Bahnstrecke zw. Bielefeld und Hannover. DIRTY CHUCKS –  Zwei-Mann Combo aus Vlotho überraschen mit Liedermacher-Stilmix und deutschen Texten. Sie spielen eine Mischung aus Punk, Hip Hop und akustischen Lagerfeuer-Hymnen. Youtube 

 

  • Hambacher Forst retten

Mehrere Initiativen versuchen den Hambacher Forst zu retten, vor der Rodung von dem Energiekonzern RWE, der hier Kohle abbauen will, u.a. Bündnis „Alle Dörfer bleiben“ (ADB), Fridays for Future Aachen. Michael Zobel schreibt im Juli 2021: „49,5 Grad Celsius mit hunderten von Toten in Kanada, Tornado in Tschechien, massive Unwetter in großen Teilen Deutschlands…   Und was schreiben Armin Laschet und seine Partei in ihr Wahlprogramm: Wir machen Klimaschutz wie bisher. Das bedeutet unzureichend, wie die Fakten zeigen. Also weiter machen, bis der letzte Kohlebagger steht. Termine und Aktionen: Michael Zobel (Naturführer und Waldpädagoge). Zur Planung möglichst anmelden: info@zobel-natur.de  

 

Das Münchner Bürgerbegehren startete zum Jahreswechsel 2016/2017. Es ging aus der BI „Rettet die Unnützwiese“ hervor. Die Initiatoren möchten mindestens 40.000 Unterschriften abgeben. Unterschriftenliste Mehr Infos und Kontakt  

 

Stieglitz – Foto: Frank Möller  

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