Aktuelles

 

 

Spatz – Foto: A. Heuwinkel-Otter

 

Die Spatzen pfeifen es von den Dächern 

Das Netzwerk Baum- und Naturschutz (NBN) ist in der Aufbauphase.

Initiativen, die sich dem Netzwerk anschließen möchten,

melden sich bitte unter: info@n-bn.eu

 

 

„Der Spatz in der Hand ist besser als die Taube auf dem Dach.“

Hier finden sich Termine und Berichte über Aktionen, Übersicht zu aktuellen Studien, Interessante Links, Buchtipps, die ggf. ihrer Sache als Argumente dienen.

Stöbern lohnt, evtl. finden Sie ihren Spatz 🙂

 

Aktionen

Bundesbündnis Bodenschutz

31.07.2021 Im September 2021 wird gewählt. Welche Partei ist die richtige für unser Land? Parteien und Kandidaten der Bundestagswahl 2021 erhalten acht formulierte Fragen mit der Bitte um Antwort (Ja/Nein) und oder eine kurze Stellungnahme. Zum Thema Bodenschutz kann sich so jede Bürgerin, jeder Bürger ein Bild machen und weiß im Vorfeld, wem dieses Thema wichtig ist und wem nicht. Die Antworten sind veröffentlicht. 

Wir wollen es wissen: Acht Wahlprüfsteine

 

14.05.2021 Der neue Regionalplanentwurf (u.a. Grundlage für die Flächennutzung im Rhein-Neckar-Raum), offenbart ein unreflektiertes „Weiter so“ mit der Versiegelung fruchtbarer Böden und dem Wunsch nach Zuwachs an Gewerbeflächen. Der Entwurf sieht mehr als 800 ha zusätzlichen Flächenverbrauch für Wohnsiedlungen (ca. 500 ha) und Gewerbefläche (mehr als 300 ha) vor. Möglichkeiten etwas dagegen zu tun:

Regionalplan_Aufruf. Was ist zu tun?

Regionalplan: Postkarten-Aktion

 

 

Volksinitiative Artenvielfalt NRW

Mehr als 115.000 Unterschriften übergeben

Siegfried Schönfeld

1.07.2021 Fast ein Jahr lang sammelten die NRW-Landesverbände des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), der Landesgemeinschaft Naturschutz und Umwelt NRW (LNU) und des Naturschutzbundes (NABU) Unterschriften für die von ihnen ins Leben gerufene  ‚Volksinitiative Artenvielfalt NRW‘. Unterstützt von rund 100  weiteren Organisationen und unermüdlichem ehrenamtlichen Engagement brachten den Erfolg:  115.035 Unterschriften, weit mehr als das gesetzliche Quorum von rund 66.000 Unterschriften. Das Motto der Volksinitiative „Insekten retten – Artenschwund stoppen“ fand große Zustimmung in der Bevölkerung. Nun sind die Politiker gefordert.

Am Donnerstag, den 1.07.2021 überreichten die Initiatoren die Unterschriften an Landtagspräsident André Kuper. Der Landtag muss jetzt innerhalb von drei Monaten die Rechtmäßigkeit der Volksinitiative feststellen. Innerhalb drei weiterer Monate sind die Forderungen der Initiative abschließend zu behandeln.

 „Jetzt ist Druck im Kessel, die Politiker können sich nicht mehr wegducken, nicht im Wahljahr“ erklärt Christian Thieme vom  Netzwerk Baum- und Naturschutz (NBN, www.n-bn.eu). Er begleitete die Übergabe der Unterschriftenlisten an den Landtag. Thieme ist  Mitbegründer des Netzwerk Baum- und Naturschutz und aktives Mitglied im NABU in Marl. Die Marler NABU-Ortsgruppe sammelte Unterschriften für die Aktion. NBN informierte über die Volksinitiative und rief zum Mitmachen auf.

Mindestens 0,5 Prozent der Stimmberechtigten (ab 18 Jahren) in NRW mussten unterschreiben (d.h. 66.000 Personen), damit die Forderungen der Volksinitiative zum Thema im Landtag wird. Gültig sind nur manuelle Unterschriften auf dem offiziellen Unterschriftenbogen. Das Stimmrecht aller Unterzeichnenden müssen sich die Initiatoren der Volksinitiative von der jeweiligen Gemeinde der Hauptwohnung bestätigen lassen. Kein einfacher Weg, aber die Hürden wurden genommen.

Artenvielfalt  ist eine Zukunftsfrage

Dr. Heide Naderer, NABU-Landesvorsitzende erklärt: „Der Erhalt der Artenvielfalt ist wie der Klimaschutz eine Zukunftsfrage ersten Ranges. Das Artensterben treibt die Menschen um, sie spüren, dass sich hier vieles sichtbar und teils auch schon unwiederbringlich verlorengegangen ist. Die Unterstützung unserer Initiative kommt aus allen Regionen des Landes gleichermaßen … Aus jeder der 396 NRW-Kommunen haben wir Unterschriften erhalten. Wir sehen uns bestärkt und danken allen, die trotz schwierigster Rahmenbedingungen während der Corona-Pandemie mit Lockdowns, Kontaktbeschränkungen und Veranstaltungsverboten unter strikter Beachtung der Schutzvorschriften tatkräftig bei der Unterschriftensammlung mitgeholfen haben.“

Artenvielfalt auf die Tagesordnung

Holger Sticht, BUND-Landesvorsitzender sagt: „Wir haben unser erstes Ziel erreicht: Wir setzen die Artenvielfalt auf die Tagesordnung des Parlaments. Ob Flächenfraß, Pestizide in Schutzgebieten, naturverträgliche Landwirtschaft oder Schottergärten: Die Landesregierung hat den Schutz der biologischen Vielfalt bis heute nicht ernsthaft auf der Agenda und führt ihr mit ihrer Politik vielfach massiven Schaden zu. Wir legen mit unserer Volksinitiative dem Landtag jetzt konkrete Vorschläge vor und zeigen auf, was die eigentlichen Aufgaben sind.“

Erste Naturschutz-Volksinitiative NRW macht Druck

Mark vom Hofe, LNU-Vorsitzender erläutert: „Dies ist die erste Naturschutz-Volksinitiative in der Geschichte des Landes. Wir sehen uns in einer Reihe mit den Insektenschutz- und Artenvielfaltsinitiativen in Bayern, Baden-Württemberg, Niedersachen und Brandenburg. … Wir lernen aus den Erfahrungen auch: Ohne diesen Druck und den Weg der direkten Demokratie geschieht leider fast nichts. Die Landesregierung kommt nicht von allein auf die Idee, diese durchaus komplexen Themenfelder von sich aus angemessen zu bearbeiten und einen Kurswechsel einzulegen.“

Der enorme Zuspruch aus der Bevölkerung verschafft den Naturschutzverbänden Rückenwind. Endlich können sie den stetig fortschreitenden Verlust an Pflanzen- und Tierarten machtvoll auf die Agenda des Landtags setzen. Zudem legen sie konkrete Vorschläge vor, ein ‚Handlungsprogramm Artenvielfalt NRW‘. Damit eröffnet sich die große Chance, den Natur- und Artenschutz in NRW in allen relevanten Handlungsfeldern der Landespolitik umzusetzen. Das Land NRW ist gefordert Entscheidungen zu treffen:  Weiterer Niedergang der Artenvielfalt oder konsequentes Umsteuern. Die Bürgerinnen und Bürger haben gesagt was sie wollen!

Überschriftenübergabe an den Landtag NRW. Viele ehrenamtlich engagierte Bürger brachten die Volksinitiative zum Erfolg.

 

NBN und die NABU-Ortsgruppe Marl vertreten durch Christian Thieme

 

 

 

Online-Veranstaltung

Ringvorlesungen des Präsidenten der JLU-Gießen wendet sich an universitäres Publikum und an die Öffentlichkeit in Stadt und Region. Ausführliche Informationen zu den Vorträgen und Referent*innen  

unter: www.uni-giessen.de/ringvorlesung

Livestream vom 8.02.2020 mit Svenja Schulze | Bundesministerin für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit. Aus der Krise lernen: Klima- und Umweltschutz in Zeiten von Corona

 

Artikel

 

Kreis Lippe – Windkraft im kranken Wald?!

28.09.2021 (ah) Im Kreis Lippe sollen zwischen Schlangen und Detmold 13 Windkrafträder auf dem Kamm des Teutoburger Waldes gebaut werden. Initiator ist Prinz Stefan zu Lippe, dem die Waldgrundstücke gehören und Teile davon an den Windpark-Betreiber, die Westfalenwind GmbH verpachten möchte. Nach seiner Meinung könne der Platz, der durch die abgestorbenen, kranken Fichten „gewonnen“ wird, als Zwischennutzung (für rund 20 Jahre) für Windkrafträder genutzt werden. Die durch die Windkraft generierten (Pacht-)Einnahmen will er für die Aufforstung des Waldes und für den Unterhalt des Detmolder Schlosses nutzen. Auch die betroffen Kommunen würden profitieren, da sie Gewerbesteuern erhalten.

Windkraft ist wichtig, aber an dieser Stelle nicht so einfach zu realisieren. Kritiker bemängel, dass sich das Landschaftsbild total verändern und damit der für die Region notwendige Tourismus Schaden nehmen wird. Dafür stehen die aufwendig ausgebauten Wander- und Radwege im Teutoburger Wald.  Am sogenannten und kräftig beworbenen „WALK“ (Kompetenzzentrum Wandern), am Hermannsdenkmal kreuzen sich der E1 und der R1, Fernwege Europas. Wanderer suchen in der Regel die Ruhe und die Schönheit der Natur.  Bewegung im Wald gehört zu den erholsamsten Aktivitäten, die die Menschen vermehrt in Anspruch nehmen, um sie zu regenerieren. Hier stellt sich natürlich die Frage: Wer möchte unter dem Wummern und dem Anblick von riesigen Windkrafträdern wandern?

Hinzukommt, dass die Adlerwarte in Berlebeck,  die größte und älteste Greifvogelwarte in Europa bei den Planungen außer Acht gelassen, wohl vergessen wurde. In der einzigartigen Greifvogel Aufzucht- und Pflegestation  leben mehr als 180 verschiedene Greifvögel. Die Falkner veranstalten regelmäßig Freiflugvorführungen. Wie die Greifvögel mit den Windkraftanlagen zurecht kommen würden, wurde bislang nicht untersucht. Die Stadt Detmold, in deren Region vier Windräder stehen würden, hat diesbezüglich Nachbesserungen gefordert. Nicht gänzlich geklärt scheint auch zu sein, wie die wildlebenden Tierarten, insbesondere die Vogel- und Fledermausarten, auf die Windkrafträder reagieren werden. Unklar ist auch wie die Aufforstung des Waldes gelingen kann, wenn nach 20 Jahren die Windkrafträder mit schwerem Gerät wieder abgebaut werden sollen. Was macht man mit Bäumen, die 20 Jahre wachsen durften, dann aber wohlmöglich wegen der Bauarbeiten im Weg stehen?

Eine Reihe von Fragen, die ungeklärt sind und nicht einfach mal so ausprobiert werden können. Interessant wird sein, was der Investor die Westfalenwind GmbH zu den offenen Fragen recherchieren und als Antworten vorlegen wird.

Berlebecker machen mobil, LZ 27.08.2021, Seite 9

 

Neue Wohnungen braucht das Land? 

Dieses Aussage muss sehr wohl kritisch gesehen werden. Leerstand von vielen Wohnungen und Häusern sowie die abnehmende Zuwanderung und Geburtenrate in Deutschland zeichnen ein anderes Bild.

FAZ 15.01.21

 

Altlasten vergiften Grundwasser

15.01.2021 Die Region Bitterfeld-Wolfen ist durch die Chemie-Industrie stark belastet. Chemische Abfälle wurden in Ton und Braunkohlegruben entsorgt. Sie versickerten bis sie eine Tonlage stoppte, etwa in 50-70 Meter Tiefe. Das Pflanzenschutzmittel Lindan sickert aus der Deponie Antonie langsam nach. Die Chemikalien vergiften das Grundwasser auf einer Fläche von 25 km2. Ähnlich sieht es in Frankfurt am Industriepark Höchst, am Chemiepark Marl von Evonik betrieben, in Leverkusen bei Bayer, in Goslar bei H.C. Starck oder in Grenzach bie BASF aus. 270.000 Altlastflächen soll es nach Sven Hagemann (Endlagerforschungszentrum , Braunschweig) in Deutschland geben. Altlasten werden gemanagt, nicht entsorgt. Vergiftetes Grundwasser wird abgepumpt. belastete Bodenschichten abgetragen, Deponien von oben abgedichtet, unterirdische Dichtwände gebaut, um Wohngebiete oder Gewässer zu schützen. Entfernen und entsorgen sei zu teuer. Allein in Bitterfeld würde das 500 Milliarden Euro kosten. So bezahlt man lieber jedes Jahr 50 Millionen Euro für das managen der Giftstoffe. Die Entsorgung der Deponie Antonie würde etwa 12 Millionen LKW-Ladungen füllen. Unvorstellbare Mengen Gift sind in Deutschland vorhanden und neue kommen hinzu: Mikro- und Nanoplastik, Medikamente, beschichtete Lebensmittelverpackungen (Pizzakarton, Einmalbecher),per- und polyfluorierte Alkylsubstanzen (PFAS) aus Löschmitteln, synthetische Sport- und Regenkleidung. Auch diese Stoffe verschmutzen Böden, Gewässer und das Grundwasser.

In der Schweiz werden die Umweltsünden der Vergangenheit beseitigt, da die Dichtungswände irgendwann undicht werden, Folgekosten und möglichen Gefahren soll so begegnet werden. Ansonsten hilft nur die „Nulldiät“, keine Produktion dieser Stoffe mehr, erklärt der Altlastenexperte Martin Forter (Schweiz). (SZ „Pumpen ohne Ende“, 11.01.2021)

 

Klagerecht für Umweltverbände einschränken

29.12.2020 Die große Koalition will Umweltverbänden das Klagen erschweren. „Wir müssen das Verbandsklagerecht auf Umweltverbände beschränken, die unmittelbar betroffen sind“, erklärte der stellvertretende Vorsitzende der Unionsfraktion, Carsten Linnemann (CDU), dem „Handelsblatt“. Artikel: Die Welt, Deutschlandfunk  

Leserbrief Lippische Landes-Zeitung 9./10.01.2021, Seite 2

 

 

„Danni bleibt“ – Rodung abgeschlossen

Verschiedene Initiativen wollten den Dannenröder Wald erhalten und die Trasse A-49 (Autobahn Kassel – Gießen) umplanen. Rund 250.000 Menschen schrieben Bundesverkehrsminister Scheuer und den hessischen Verkehrsminister Al-Wazir an, für den Erhalt des Dannenröder Waldes und eine klimagerechte Verkehrspolitik. Tausende kamen zu einer der Demonstrationen vor Ort. Die Stimmen der Naturschützer wurden nicht gehört.

10.12.2020 Der BUND schreibt: – Wo aber Gefahr ist, wächst das Rettende auch – Wir werden weiter gegen den Bau der A49 kämpfen – und gegen den Bau unsinniger neuer Autobahnen und Bundesstraßen. Der aktuelle Bundesverkehrswegeplan (BVWP) sieht allein 850 Kilometer neue Autobahnen bis 2030 vor. Im nächsten Jahr  wird der Bedarfsplans zum BVWP 2030 aufgestellt. Alle Projekte kommen auf den Prüfstand. Die Gelegenheit, endlich die Weichen in Richtung Mobilitätswende zu stellen und das Schienennetzes sowie den öffentlichen Personennahverkehr zu verbessern. 8.12.2020 Rodung abgeschlossen. Die Rodungsarbeiten für den Lückenschluss der A49 hatten am 10.11. im Dannenröder Forst begonnen. Im Oktober waren bereits im Herrenwald bei Stadtallendorf sowie im Maulbacher Wald bei Homberg Bäume gefällt worden – auch unter Protesten von Umweltschützern. Die Rodungsfläche für die neue Trasse, umfasst nach Angaben der Projektgesellschaft Deges rund 85 Hektar. Ein trauriger Tag für alle, die sich zum Erhalt des Waldes eingesetzt haben.

16.11.2020 Artikel aus dem aktuellen Spiegel: Durchsetzung politisch überholter Verbindlichkeiten, Vollzug eines nicht mehr zeitgemäßen Vertrags –  Bau der A 49 durch den Dannenröder Wald. Auszüge:

„Nun hat man schon vor Langem angefangen, Auswege zu erarbeiten – etwa in Form von Biodiversitäts- und Klimaabkommen. Diese Verträge, Abkommen, Erklärungen sollen Menschen, Nicht-Menschen und Menschheit vor dem ökologischen Kollaps bewahren. Und genau diese werden nun gebrochen. Warum? Weil einige die Macht haben zu entscheiden, dass es in Ordnung ist, das Pariser Abkommen zu brechen, nicht aber einen Straßenbauvertrag. Weil es für Entscheider okay ist, die Einhaltung von Biodiversitätsabkommen zu gefährden, nicht aber einen Koalitionsbeschluss. Die entscheidende Feststellung vom Dannenröder Wald ist die: Wir werden in den nächsten Jahren immer weiter, immer mehr Verträge brechen müssen. Die Frage ist nur, welche das sein werden – und wer die Macht hat zu entscheiden. …

Die gute Nachricht: Was Menschen geschaffen haben, können sie auch revidieren, oder reformieren, revolutionieren. Und da es jetzt ernst ist, müssen wir das auch. Es geht weiter: Wenn eine Autobahn genehmigt wird, bis zur Umsetzung aber sämtliche   Entscheidungsgrundlagen für diese Genehmigung verändert sind, dann braucht es offensichtlich Mechanismen – Systeme – die möglich machen, dass veränderte Voraussetzungen veränderte Entscheidungen ermöglichen. Das gilt nicht nur für diese eine Autobahn, das gilt für alle Infrastrukturprojekte, ja für schlicht alles, was wir in dieser Gesellschaft tun.“

 

 

Was ist los bei den BI’s

Bundesbündnis Bodenschutz

12.07.2021 Pressemeldung (PM) zum Flächenfraß in Deutschland „Felder und Wiesen: Deutschlands Regionalpläne betonieren sie“. Die PM darf gerne weiter verbreitet werden. Pressemeldung_ Bundesbündnis Bodenschutz_9.07.2021

Breitwiesen, Landkreis Darmstadt-Dieburg, Hessen, Mai 2021 – Foto: Bernd Hagenbruch

 

 

Hambacher Forst

18.01.2021 Michael Zobel schreibt: Liebe Wald- und Naturschützer*innen, Pressevertreter*innen, Mitmenschen…

Lockdown überall. Wirklich überall? Nein, NRWE hält keinen Abstand und baggert weiter, ein großes Polizeiaufgebot schützt die Zerstörung von Dörfern und die Vernichtung unserer Lebensgrundlagen. Die Warnungen der Wissenschaft werden weiter ignoriert.

Die Menschen in Lützerath am Tagebau Garzweiler sind die ersten, die zu spüren bekommen, was vom frisch gebackenen CDU-Vorsitzenden Armin Laschet in Sachen Klimapolitik zu erwarten ist. So sah es heute Morgen, 18. Januar, in Lützerath aus (Foto s.u.). Mit Billigung und tatkräftiger Unterstützung unseres „Landesvaters“ werden Wohnhäuser in einem bewohnten Ort zerstört, werden Menschen vertrieben…  Was bedeutet nochmal das „C“ im Parteinamen?

Dazu Meldungen der letzten Tage und Wochen, Auszüge:

Wir werden nicht aufgeben, wir machen weiter. 

Sonntag, 14. Februar Keyenberg, 82 (!) Monate Wald- und Dorfspaziergänge. Die nächsten Spaziergänge unter Vorbehalt: 14. März Hambacher Wald, 11. April Dörfer, 9. Mai/Muttertag – das Jubiläum – 7 Jahre Waldspaziergang Hambacher Wald.

Einige Links, die zeigen, was in den Dörfern auf dem Spiel steht:

Interview mit Norbert Winzen aus Keyenberg: https://www.youtube.com/watch?v=ED1Hb-4hApg&feature=youtu.be

Ingo Bajerke führt durch die Keyenberger Kirche: https://www.youtube.com/watch?v=5San27kaHdc

 

Die Zerstörung geht weiter, ganz aktuell in Morschenich. Wer stoppt NRWE im „Ort der Zukunft“?

https://twitter.com/HambiBleibt?ref_src=twsrc%5Egoogle%7Ctwcamp%5Eserp%7Ctwgr%5Eauthor

Mehr unter:

https://twitter.com/AlleDoerfer

https://twitter.com/mawaluetzerath

https://twitter.com/unserallerwald

https://verheizte-heimat.de/

https://twitter.com/Kirche_an_Kante

Wir halten Sie/Euch auf dem Laufenden, auf www.naturfuehrung.com

Eva Töller, Michael Zobel, Alle Dörfer bleiben und viele Unterstützer*innen

 

Abriss am 18.01.2021 in dem noch bewohnten Lützerath

 

 

BI Hau und Holzwiese

23.10.2020 Horb-Ahldorf, am Neckar. Der BI Hau und Holzwiese ist es gelungen: Gewerbegebiet rückgängig gemacht. Mit 16 zu acht stimmen wurde das Gewerbegebiet Ahldorf vom Gemeinderat begraben. Ein toller Erfolg und  großartige Leistung. Herzlichen Glückwunsch nach Horb! Es geht also….  Arldorf Gewerbegebiet rückgängig gemacht

 

Baumschutzgruppe Düsseldorf  – Erhalt der Platanen am Düsseldorfer Hauptbahnhof

Am 25.05.2020 startet die Baumschutzgruppe Düsseldorf ihre Petition zum Erhalt der Platanen. Die Übergabe der über 6.000 Unterschriften (digital und analog) an Oberbürgermeister Thomas Geisel erfolgte am Freitag, den 11. September durch Andrea Vogelgesang (Pressemeldung). Fotos: Bodo P. Schmitz

Überschriftenübergabe

 

Aktionsbündnis: Schützt Menschen und Tiere im Detmolder Westen e.V.

Sonntag 23.08.2020 Sven Giegold, Sprecher der deutschen Grünen im Europaparlament, besuchte Detmold/Jerxen-Orbke. Um 15:30 Uhr erfolgte mit Robin Wagener (Landratskandidat der Grünen für den Kreis Lippe) und rund 20 BürgerInnen ein einstündiger Spaziergang zum NSG Oetternbach, danach bis ca. 18:00 Uhr diskutierten Bürgerinnen und Bürger im Orbker Krug – Syrtaki. Mehr: info@oetternbach.de     PM Europa kümmert sich um Lippe

Vorne Mitte: Sven Giegold, li. hinter ihm: Robin Wagener

 

 

Selbst aktiv werden – Mitmachen

BIONALES-Bürger für regionale Landwirtschaft und Ernährung e.V. und NaWi NachhaltigkeitsWIRkstatt Wölfersheim

Am 8.11.2020 wurde ein Film (45 Min.) mit Sepp Braun, Biobauer aus Freising gezeigt. Ökologisch ausgerichtete Landwirtschaft, die komplett auf Mineraldünger verzichtet und beste Ernteerträge erzielt ist möglich. Ackerböden, die immer besser ihre Funktion als Kohlenstoffspeicher erfüllen können und vielen Lebenswesen Lebensraum bieten, könnten „erzeugt“ werden. Karl Moch, Grüne Friedberg, Vorstand und BIONALES, Projektleiter Die BodenRetterInnen sagt: „Da die EU und die Bundesregierung und insbesondere die Bundeslandwirtschaftsministerin erneut komplett versagt haben, müssen die Bürger alles dafür tun, möglichst große Schritte in der richtigen Richtung zu machen. In Hessen gibt es die Ökolandbau Region Wetterau, eine Initiative des hessischen Grünen Landwirtschaftsministerium, die nun in allen hessischen Landkreisen durchgeführt wird. Das lässt hoffen, zu mindestens für Hessen.“ Trailer auf Youtube

 

Mehrere BI’s wehren sich gegen den Kohleabbau

Wir machen weiter bis der letzte Kohlebagger steht. Die Regierung hat uns eine Kampfansage gemacht. Unsere Dörfer sollen vernichtet werden. Auch wenn das Klima dabei zerstört wird und obwohl die Braunkohle nicht mehr rentabel ist.

Aktions- Bündnis „Datteln 4 stoppen wir“ 

Am Freitag den 14.08.2020 von 15:00 bis 17:00 Uhr, fand vor dem Kraftwerk und auf dem Dortmund Ems Kanal eine Demonstration statt, gegen den Betrieb des Dattelner Kraftwerks. Dafür wurden Kanus und Faltboote organisiert, die dann zur Demo am Kraftwerkstandort paddelten. Kontaktdaten Mail: D4sw@posteo.de

facebook.com/events/206239540825825/

Instagram Twitter:  @Datteln 4

GRÜNE LIGA e.V. 

Sonntag, 16.08.2020, Wald statt Kohle, 76 Monate, Sonntagsspaziergang im Hambacher Wald „Hambi“. Es geht um die Dörfer am Tagebau Garzweiler: Keyenberg, Lützerath, Kuckum, Ober- und Unterwestrich, Berverath.

Bündnis „Alle Dörfer bleiben“ (ADB)

Sonntag, 13.09.2020, Wald statt Kohle, 77 Monate, Dorfspaziergang am Tagebau Garzweiler. Wir stellen uns schützend vor die Dörfer. Mehr unter: https://www.alle-doerfer-bleiben.de/

Sonntag, 20.09.2020, Waldspaziergang in der Lausitz, wir unterstützen die Menschen in allen Braunkohlerevieren – die Kohle muss auch dort im Boden bleiben…

Weitere Informationen zu Terminen und Aktionen auf www.naturfuehrung.com, Eva Töller, Michael Zobel, Antje Grothus, Todde Kemmerich und viele Unterstützer*innen

 

Interessante Links

BR Wissen Spannende Hintergründe aus Wissenschaft und Forschung. Videos, Podcasts und mehr: br.de/wissen.

Spezielle Themen zur Umwelt: https://www.br.de/wissen/umwelt/index.html

 

Buchtipps

Das stille Sterben der Schmetterlinge. Das vierfarbige und zweisprachige (deutsch/englisch) Buch thematisiert den Niedergang von ausgewählten, verschiedenen Schmetterlingsarten in NRW, aufgrund von Nachweismeldungen in den Jahren 1975-2017. Grundlage bildet die Datenbank der Arbeitsgemeinschaft Rheinisch-Westfälischer Lepidoperologen e.V., die auch Mitherausgeber ist. Behandelt werden außerdem die Gründe für das Schwinden von Schmetterlingen sowie Lösungsvorschläge und Maßnahmen, um diesem spezifischen Artenschwund zu begegnen. Link zur Leseprobe

 

Rudolf Pähler, Hans Dudler, Axel Hille (2019) Das stille Sterben der Schmetterlinge. Eigenverlag R. Pähler, Druck Bonifacius GmbH, Paderborn. Hardcover, 336 Seiten, vierfarbig, deutsch/englisch. Buchpreis:  27,85 € plus 5 % MwSt (29,24 €) plus Versandkosten.

Bestellen: Rudolf Pähler: Rudolf@Paehler.biz

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Dr. Thilo Sekol hat u.a. durch Berechnungen nachgewiesen, dass neue Siedlungsgebiete (Gewerbe- und Wohngebiete) nicht die erhofften Einnahmen für die Gemeinden bringen, sondern im Gegenteil, den Kommunalhaushalt belasten. Hinzu kommt der ökologische Schaden, der nicht zu kompensieren ist… Inhaltsverzeichnis

 

 

Thilo Sekol (2020) Der Flächenwahnsinn. Cuvillier Verlag, 216 Seiten.

ISBN-13 (Hard Copy): 9783736972759 // ISBN-13 (eBook): 978373696

Buch: EUR 34,90 // E-book: EUR 24,90

 

 

…. des Jahres

2021 wird der Große Wiesenkopf aus der Familie der Rosengewächse die Blume des Jahres, gab die Loki-Schmidt- Stiftung im Oktober 2020 bekannt. Sie und ihre Begleitarten sind auf spezielle, feuchte bis nasse Wiesen angewiesen, die nur extensiv genutzt werden. Diese Flächen werden immer weniger.

Foto: Angelica Jerzewski – Sanguisorba officinalis_Angelica Jerzewski
Foto: Großer Wiesenkopf (Sanguisorba officinalis), Foto – Angelica Jerzewski