Haus&Garten

Gartentipps –  Welche Blumen eignen sich für was?

1.08.2021 Die Gemeine Stockrose ist pflegeleicht, mag sonnige Plätze, braucht wenig Wasser und Platz, außer in der Höhe. Sie kann bis zu zwei Meter hoch werden, je nach Standort. Stockrosen bildet eine eigene Gattung mit etwa 60 Arten innerhalb der Familie der Malvengewächse und „dürfen“ in keinem Garten fehlen. Die Stockrose ist zweijährig. Im ersten Jahr nach der Aussaht bildet sich Blattrosetten. Im zweiten Jahr wächst daraus ein langer, gerader Stiel mit mehreren Blüten, die von Juli bis September strahlen. Sind sie verblüht, vertrocknen die Blüten und bilden Samen, die erneut ausgesät werden können oder sich selbst versäen.  Bienen und Hummeln finden reichlich Nahrung an den Blüten. Unter den Blättern am Boden ist es meist kühl und feucht, gut für Regenwürmer und andere Bodenbewohner.

 

Gemeine Stockrose – Foto: Claudia Viotto

 

Wildblumengarten 

Tipps von Hans-Dieter Wiesemann, Detmold

31.07.2021 (ah) Immer weniger Insekten, immer weniger Schmetterlinge, immer weniger, immer weniger. Dagegen muss und kann man etwas tun. Ich sprach mit dem NABU-Experten Hans-Dieter Wiesemann. Er lebt in Detmold und hat immer wieder gute Ideen. Hier stellt er seine Wildblumengarten vor und gibt Tipps, wie man so einen wunderschönen Garten oder auch blühende Randzonen an Fußwegen oder Straßen anlegen kann.

Wildblumen bieten Nahrung für viele Insektenarten. Was beispielsweise Schmetterlinge besonders mögen und brauchen findet sich in dem Buch: BELLMANN, Heiko (2009) ,, Der neue Kosmos Schmetterlingsführer, Schmetterlinge, Raupen und Futterpflanzen“.

Aber wie bekommt man solch eine Vielfalt an heimischen Wildblumen in den Garten? So geht’s:  Mit stark abgemagerten Pflanzflächen z.B. aus 40 cm Wegbau-Kalkschotter, Körnung 0 – 32 mm, II. Wahl, + 2 cm Fertigkompost und zertifizierter Regio-Saat + Geduld. Das Ergebnis sieht so aus: Video.

In sonnenarmen, schattigen Bereichen verwendet man Saatgut für Schatten. Die Saat muss oben auf liegen und gut angewalzt werden. Ansaat im Frühherbst oder besser im zeitigen Frühjahr. Mindestens sechs Wochen feucht halten, wenn kein Regen fällt. Verwenden kann man z.B. eine Saatmischung mit „Trittpflanzen“ z.B. von Hof Berggarten oder Rieger-Homann, Mischung 15, „Pfalster-/ Schotterrasen“ für die Region 8 „Alpen und Alpenvorland“. Ansaatstärke 4 gr/m².

 

 

Wildblumengarten in Detmold, Mitte Juni 2019 – Foto: HD Wiesemann

 

Exotisches Superfood – Hoch gelobt, aber schlechte Ökobilanz

5.10.2020 (ah) Die meisten exotischen Nahrungsmittel müssen eingeführt und damit von weit her transportiert werden. Deshalb ist ihr ökologischer Fußabdruck schlecht. Es ist nicht notwendig in die Ferne zu schweifen, um sich gesund zu ernähren, auch wenn die Werbung uns das oft genug versucht glauben zu machen. Die regionalen Alternativen sind vielfältig. Hier eine Auswahl.

Ganz hervorragend sind heimische Getreidegräser, wie Dinkel-, Gerste- und Weizen. Gräser sind sozusagen die Urahnen, der heute gezüchteten Getreidearten. Die ursprünglichen Grassorten nutzten ihre Energie für die Ausbildung von kräftigen Wurzeln und einen langlebigen Stängel. Bei dem gezüchteten Getreide geht die Energie in die Ausbildung der Samenkörner. Damit liefern die Getreidesorten mehr Nahrung als die entsprechenden Gräser. Die jungen Gräser-Triebe enthalten wichtige Nährstoffe (Vitamine, Mineralien, Chorophylls) und sollen Krankheiten vorbeugen. Sie können im Garten angebaut, mit einem speziellen Entsafter gepresst (ohne alkoholische Gärung) und als Getränk verkostet werden. Und nicht wegzudenken ist ein Apfel aus heimischen Gefilden, der möglichst täglich auf dem Speiseplan stehen sollte. Etwas Besseres gibt es kaum, um sich gesund zu erhalten.

 

 

Nicht wegwerfen, sondern neu aufziehen

Den Wurzelanteil einer Poreestange in ein kleines Glas mit Wasser stellen. Das Wasser jeden zweiten Tag wechseln, sonst riecht es. Nach ca. 8 Tagen bilden sich neue Wurzel und eine kleine neue Stange. Sobald das Köpfchen zu sehen ist, einpflanzen und regelmäßig gießen.

 

Kartoffelkeime zum Leben erwecken

Nicht wegwerfen, sondern einfach portionsweise in den Erdboden pflanzen, gut wässern. Nach ca. einer Woche strecken die Blätter ihre Fühler aus. Wachsen lassen und ernten, wenn das Kartoffellaub gelb wird und abstirbt. Gelingt auch in einem großen Blumentopf bzw. Pflanzgefäß auf Balkon oder Terrasse. Eine schöne Idee für Kinder: Sie lernen etwas zu pflegen, können später ernten und daraus etwas kochen 🙂